Wenn die Sehkraft im Alter nachlässt muss regelmäßige Kontrolle sein

Auch wenn das Gesundheitsbewusstsein allgemein im Steigen begriffen ist, wird den Augen nach wie vor zu wenig Beachtung geschenkt. Das könnte daran liegen, dass sich Krankheiten der Augen zunächst harmlos und schmerzfrei entwickeln und von den Betroffenen folglich nicht bemerkt werden. Die regelmäßige augenmedizinische Untersuchung schafft hier Abhilfe. Der Augenarzt stellt frühzeitig die richtige Diagnose und ergreift therapeutische Maßnahmen. Oft sind Sehbehinderungen oder Erblindungen im fortgeschrittenen Lebensalter durch einen langjährigen Mangel an Sorgsamkeit bedingt. Vorsorgeuntersuchungen sind vor allem im Kindesalter von enormer Bedeutung. Hier lässt sich am ehesten korrigierend eingreifen, später wird das immer schwieriger. In manchen Fällen ist es auch zu spät.

So sollten Sie sich verhalten

Fehlsichtige Menschen sollten nicht nur zum Arzt gehen, um ihre Sehstärke kontrollieren zu lassen. Für Menschen, die bereits mit Fehlsichtigkeit belastet sind, besteht auch eine erhöhte Gefahr für Augenerkrankungen wie Netzhautablösungen oder andere Defekte der Netzhaut. Diabetiker wiederum erkranken sehr häufig an der diabetischen Retinopathie. Dabei handelt es sich um eine Netzhautschädigung, die zunächst unbemerkt bleiben, bei Nichtbehandlung jedoch zur Erblindung führen kann. Für Diabetiker ist deshalb der jährliche oder halbjährliche Gang zum Augenarzt unerlässlich. Generell können wiederkehrende Kopfschmerzen und Schwindel auf ein Problem mit den Augen oder schlicht auf eine unbemerkte Weitsichtigkeit zurückzuführen sein.

Ab diesem Alter ist Vorsicht geboten

Die richtige Brille kann toll aussehenAbgesehen davon ist ab dem 40. Lebensjahr ein regelmäßiger Besuch beim Augenarzt nicht nur wegen der Altersweitsichtigkeit ratsam. Einmal im Jahr sollte der Augeninnendruck gemessen werden, da erhöhter Augeninnendruck einen Hinweis auf das Vorliegen eines Glaukoms (Grüner Star) darstellen könnte. Ab dem 50. Lebensjahr besteht das Risiko, an der Altersbedingten Makuladegeneration (AMD) zu erkranken. Der Augenarzt kann die Symptome mittels Biomikroskopie erkennen und eine entsprechende Behandlung einleiten. Auch der Graue Star, die Trübung der Augenlinse, ist eine Erkrankung, die langsam und schleichend fortschreitet. Eine frühzeitige Diagnose und Operation wären die besten Gegenmaßnahmen.

In solchen und in anderen Fällen spricht nichts gegen, sondern vieles für eine regelmäßige fachärztliche Kontrolle. Das Auge ist ein äußerst komplexes und sehr empfindliches Organ. Es ist zwar schön, wenn jemand gut sieht und keine Beschwerden hat. Allerdings ist das keine Garantie dafür, dass die Augen auch gesund sind und gesund bleiben. Neun von zehn Menschen bekommen im Laufe ihres Lebens ein Augenleiden. Ihr Sehsinn und Ihre Augen sind wertvoll – Sie sollten nicht nachlässig oder leichtsinnig mit ihnen umgehen!